Rechtslage, Schöner Wohnen

Treppenhausreinigung in einer Mietswohnung


Putzen ist nicht jedermanns Leidenschaft. Kein Wunder, dass die Reinigung des Treppenhauses häufig zu einem Streitpunkt zwischen Mieter und Vermieter wird. Da das Treppenhaus zumeist von mehreren Mieter genutzt wird, gibt es nicht selten Unklarheiten: Bin ich für die Reinigung verantwortlich? Muss ich auch vor der Haustür anderer kehren? Putzmuffel gibt es einige, doch über die Treppenhausreinigung sollte man besser Bescheid wissen, denn anderenfalls kann dieses Thema sogar zu einem Rechtsfall werden.

Treppenhausreinigung durch den Mieter

Mieter tragen keine grundsätzliche Verpflichtung zur Treppenhausreinigung. Von Mietshaus zu Mietshaus können die Regelungen unterschiedlich sein, sodass vorab ein Blick in den Mietvertrag oder die Hausordnung empfehlenswert ist. Dort wird für gewöhnlich eine Vereinbarung zur Reinigung der Gemeinschaftsflächen getroffen. Tatsächlich ist es nicht selten der Fall, dass Mieter einen Teil der Reinigung übernehmen müssen. Ist dies in der Hausordnung oder dem Mietvertrag festgeschrieben, ist die Treppenhausreinigung eindeutig eine Verpflichtung des Mieters. Nicht-Erfüllen dieser Verpflichtung, kann rechtliche Schritte des Vermieters zur Folge haben. Sind keine Angaben zur Häufigkeit der Reinigung gemacht, sollten Gemeinschaftsflächen einmal wöchentlich von jeweiligen Mietparteien gesäubert werden. Bei schlechtem Wetter oder hohem Verschmutzungsgrad ist eine zweimalige Reinigung angebracht.

Falls schriftlich vereinbart wurde, dass die Treppenhausreinigung eine Aufgabe des Mieters ist, darf der Vermieter nicht einfach eine Reinigungsfirma einstellen und die entstehenden Kosten den Mietern aufbürden, denn dies verstößt gegen mietvertragliche Vereinbarungen. Für eine solche Änderung bedarf es die Zustimmung aller Mieter. Natürlich dürfen besonders putzfaule oder länger abwesende Mieter eine Reinigungskraft einsetzen. Diese muss dann allerdings selbst bezahlt werden. Für den Fall, dass ein Mieter erkrankt oder im Urlaub ist, sollten interne Regelungen in der Mietgemeinschaft festgelegt werden.

Treppenhausreinigung durch eine Firma

Nicht immer sind es die Mieter, die für das Reinigen des Treppenhauses verantwortlich sind. In vielen Mietshäusern genießt man heutzutage den Luxus einer beauftragten Reinigungsfirma. Diese Vereinbarung wird ebenso im Mietvertrag oder der Hausordnung festgeschrieben. Die Kosten für die Treppenhausreinigung müssen unter den Betriebskosten im Mietvertrag aufgelistet sein.

Kosten der Treppenhausreinigung

Gönnen Sie sich den Luxus einer Reinigungskraft für das Treppenhaus, ohne Absprache mit Vermieter und anderen Mietern, müssen Sie die Rechnung zahlen. Wird eine Reinigungsfirma allerdings vom Vermieter beauftragt, liegt nur ein Teil der Kosten bei Ihnen. Der Deutsche Mieterbund (DMB) hat dazu festgelegt, dass die entstehenden Kosten bei der Treppenhausreinigung Betriebskosten sind. Sie werden folglich von Mietern über die Betriebskostenabrechnung bezahlt. Sind die Kosten nicht im Mietvertrag aufgeführt, liegen sie zu 100% beim Vermieter.

Fallen Ihnen nun sehr hohe Kosten für die Reinigungsfirma auf, sollten Sie die Häufigkeit der Reinigung kontrollieren. Ein Urteil des Amtsgerichtes Regensburg aus 2004 besagt, dass eine Reinigungsfirma einmal pro Woche das Treppenhaus reinigen sollte. Die Reinigung der Fenster ist sogar nur auf zweimal jährlich eingeschätzt worden. Wird Ihr Treppenhaus häufiger durch eine Firma geputzt, sollten Sie Ihren Vermieter freundlich auf diese Situation hinweisen. So können die Betriebskosten gesenkt werden.

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