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Was ist zu beachten bei einer Wohnungskündigung?


Was ist bei einer Wohnungskündigung zu beachten?

Die Gestaltung eines Mietvertrages, die Nutzung eines Mietvertrages und auch die Kündigung eines Mietvertrages liegen dem Mietrecht zugrunde. Kündigungen eines Mietvertrages resultieren aus unterschiedlichsten Gründen von persönlichen Veränderungen bis hin zu gesundheitlicher Gefährdung. Dabei können Mieter und Vermieter das Mietverhältnis jederzeit fristgerecht beenden. Von Seiten des Vermieters muss eine Erklärung für die Kündigung vorliegen, wie beispielsweise ein Verstoß gegen Vereinbarungen des Mietvertrags. Mieter können ihre Wohnung unter Einhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist immer kündigen, ohne Gründe offenlegen zu müssen. Auch eine Kündigung außerhalb der Kündigungsfrist ist möglich, wenn Sie schwerwiegende Gründe vorlegen können.

Die Kündigungsfrist

Prinzipiell können Mieter einen unbefristeten Mietvertrag jederzeit kündigen und müssen dabei nur die Kündigungsfrist beachten. Seit 2005 gilt die Dreimonatsfrist für alle Mietverträge, die nach dem 31.08.2001 geschlossen wurden. Eine solche Kündigung nennt man „ordentliche Kündigung“, da die gesetzliche Frist eingehalten wird. Damit die Kündigung im Rahmen der Frist stattfindet, muss sie den Vermieter bis zum 3. eines Monats erreichen. Wollen Sie also Ihre Wohnung zum September kündigen, muss der Vermieter Ihre Kündigung bis zum 3. Juni erhalten, damit diese als fristgerecht angesehen wird.

Die fristlose Kündigung

Es gibt Situationen, in denen es unmöglich ist, die Frist von 3 Monaten in einer Wohnung abzusitzen. Dann ist eine fristlose Kündigung ratsam. Diese greift allerdings nur in sehr wenigen Fällen, denn sie setzt voraus, dass der Vermieter sich nicht an die Vereinbarungen des Mietvertrages hält oder es für die Mieter nicht zumutbar wäre, das Mietverhältnis aufrecht zu halten. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn das Leben in der Wohnung den Mieter gesundheitliche schädigt. Vorab muss allerdings der Vermieter informiert werden und eine vorausgehende Frist zur Beseitigung der Mängel und Störgrößen gesetzt werden.

Die Ausnahme: Der Zeitmietvertrag

Wohnungen zur Zwischenmiete für einen ausgewählten Zeitraum zu vermieten ist mittlerweile Gang und Gebe, ebenso wie die Untermiete von möblierten Zimmern. Diesen Mietverhältnissen liegt oft ein Zeitmietvertrag vor. Diese Art des Mietverhältnisses kann weder vom Mieter noch vom Vermieter vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit aufgekündigt werden.

Letzte Rettung: Nachmieter finden?

Es kursiert die Annahme, dass man Wohnungen auch außerhalb der Frist kündigen kann, wenn man als Mieter dem Vermieter drei potenzielle Nachmieter präsentiert. Was sollte der Vermieter denn schon einzuwenden haben, wenn die Miete durch einen neuen Mieter trotzdem sicher eingenommen wird? Doch tatsächlich ist die Suche nach Nachmietern nicht unbedingt die Lösung bei der Wohnungskündigung. Der Vermieter muss Nachmieter nicht zwangsläufig akzeptieren, kann aber natürlich einem Nachmieter zusagen, wenn dieser und seine Einkommensverhältnisse ihn überzeugen.

Wohnungskündigung in 4 Schritten

1.) Das Kündigungsschreiben
Beim Schreiben Ihres Kündigungsschreibens gibt es einiges zu Beachten, um eine tatsächlich wirksame Wohnungskündigung zu erstellen. Zunächst muss Ihr Schreiben schriftlich verfasst und eigenhändig von allen, die den Mietvertrag unterzeichnet haben, unterschrieben werden. Darüber hinaus sollte die schriftliche Kündigung Namen und Anschrift des Vermieters und des Mieters enthalten, sowie die Anschrift der Mietsache und das Kündigungsdatum.
2.) Der Versand
Heutzutage wird alles per E-Mail verschickt, doch für Ihre Kündigungsschreiben gilt das nicht. Damit die Wohnungskündigung wirksam ist, muss sie als Brief versendet werden und das am besten als Einschreiben mit Rückschein. So können Sie sich sicher sein, dass Ihr Vermieter die Kündigung innerhalb der Frist erhalten hat und Ihre Kündigung eine „ordentliche Kündigung“ ist. Stellen Sie sicher, dass eine Kopie der Kündigung für Ihre Unterlagen vorliegt.
3.) Wohnungsübergabe und Schlüsselübergabe
4.) Rückerstattung der Kaution
Wenn Ihre Wohnungskündigung erfolgreich bei Ihrem Vermieter eingetroffen ist und bei der Wohnungsübergabe keine Mängel und Schäden festgestellt wurden, erhalten Sie Ihre Kaution inklusive Zinsen zurück. Für diese Rückerstattung hat Ihr Vermieter bis zu 6 Monate Zeit.

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